Sound Base Online Magazin Vividly review (DE 2010)

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Vividly“ ist bereits das zehnte Studioalbum von Pierre Bensusan. Sein neuntes Werk war überaus erfolgreich und brachte ihm 2008 den Titel „Best World Music Guitar Player“ ein. Dies resultierte aus einer Leserwahl des Guitar Player Magazine. Seine neue Langrille ist allerdings kein reines Instrumentalalbum und insofern anders wie der Vorgänger.
Das ist auch verdammt gut so! Zwar sind die reinen Gitarrenstücke sensationell, aber auf Dauer flacht das dann auch etwas ab und es verkommt zu bloßen Griffbrettwichserei auf der Akustischen. Wie schön sind da Nummern wie „Le Chien Qui Tourne“, welches den Urlaub zurück in die Oktober-Tristesse holt oder das träumerische „The In-Between“! Formidabel!
Die langsamen Tempi werden von Pierre Bensusan sehr schön variiert und so ist ein ruhiges Stück wie „Dadgad Café“ ein Genuss für die Ohren! Auch live weiß der Mann zu überzeugen, man höre dazu bitte „Par Un Beau Soir De Dimanche“ an. Mit „Les Places De Liberté“ holt er zum Schluss noch mal alles aus der Kiste raus. Das geht dann glatt schon in die Ecke eines Serge Gainsbourg und dies nicht nur aufgrund des Duetts!

Fazit: „Vividly“ ist ein Album für Genießer! Pierre Bensusan stellt abermals sein einzigartiges Gitarrenspiel unter Beweis. Dieses Album wird aber nicht nur zur bloßen Fingerübung, denn bei den Gesangstücken versteht er es sein Instrument etwas zurückzunehmen. Seine Charakterstimme weiß nämlich ebenfalls zu überzeugen. Ein guter Rotwein sei zu diesem Album unbedingt empfohlen!